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Entwicklung in Zwei-Wochen-Abschnitten: Was Auftraggeber davon haben

Simon Gloël, Geschäftsführer, BlitzWorks · · 5 Min. Lesezeit

Bei der Entwicklung in Zwei-Wochen-Abschnitten erhalten Sie alle zwei Wochen einen lauffähigen Stand der Anwendung, den Sie selbst ausprobieren können. Für Auftraggeber bedeutet das: Missverständnisse fallen nach Tagen auf statt nach Monaten, und Sie sehen jederzeit, wo das Projekt steht.

Was bedeutet Entwicklung in Abschnitten?

In der Softwareentwicklung heißt diese Arbeitsweise oft Sprint. Der Begriff ist weniger wichtig als das Prinzip. Die Arbeit wird in kurze, gleich lange Zeiträume geteilt. Zu Beginn jedes Abschnitts wird festgelegt, was am Ende fertig sein soll. Am Ende steht ein Ergebnis, das man benutzen kann. Eine Beschreibung allein reicht nicht.

Das Gegenmodell ist die lange Entwicklung am Stück. Nach der Konzeptphase verschwindet das Projekt für einige Monate, und am Ende wird eine fertige Anwendung vorgestellt. Wenn sie dann nicht passt, ist das Budget verbraucht.

Warum gerade zwei Wochen?

Zwei Wochen sind kurz genug, dass eine Fehlentwicklung nicht teuer wird. Wenn ein Bildschirm anders gemeint war, gehen im schlimmsten Fall einige Tage verloren. Gleichzeitig sind zwei Wochen lang genug, dass am Ende etwas Sinnvolles steht: ein Formular, das Daten speichert, eine Liste, die aus dem ERP befüllt wird, eine Freigabe, die funktioniert.

Für Ihr Team ist der feste Rhythmus zudem planbar. Alle wissen, wann der nächste Stand kommt und wann Rückmeldungen gebraucht werden.

Was haben Sie als Auftraggeber davon?

Sie sehen Fortschritt, statt ihn zu glauben. Statusberichte mit Prozentangaben sagen wenig. Ein Stand, in dem Sie sich anmelden und einen Auftrag anlegen können, sagt viel. Nach jedem Abschnitt wissen Sie, was tatsächlich funktioniert.

Missverständnisse werden früh sichtbar. Jede Anforderung lässt Spielraum für Interpretation. Das ist normal. Kritisch wird es erst, wenn eine falsche Interpretation monatelang weitergebaut wird. Wer alle zwei Wochen ausprobiert, bemerkt sie früh.

Die Menschen, die die Anwendung benutzen werden, reden mit. Die Mitarbeitenden aus dem Innendienst oder der Produktion können frühe Stände testen. Ihre Rückmeldungen verbessern die Anwendung, und sie fühlen sich beim Start nicht vor vollendete Tatsachen gestellt.

Das Budget ist geschützt. Wenn sich zeigt, dass eine geplante Funktion weniger wichtig ist als gedacht, kann sie zugunsten einer anderen verschoben werden, bevor dafür Aufwand entstanden ist.

Was müssen Sie beitragen?

Diese Arbeitsweise funktioniert nur, wenn auf Ihrer Seite jemand die Stände ansieht und Rückmeldung gibt. Das ist kein Vollzeitjob, aber es braucht eine feste Person mit Entscheidungsbefugnis und etwas Zeit in jeder Woche.

Was ein Abschnitt von Ihnen braucht
  • Eine Ansprechperson, die Fragen zu Abläufen beantworten kann
  • Zeit, den neuen Stand innerhalb weniger Tage auszuprobieren
  • Rückmeldungen gesammelt statt verteilt über viele Kanäle
  • Entscheidungen, wenn zwei Wünsche nicht zusammenpassen

Fehlt diese Person, kehrt sich der Vorteil um. Dann liegen Stände ungetestet herum, und die Rückmeldungen kommen gebündelt am Ende, genau wie beim Gegenmodell.

Passt das zu einem Festpreis?

Ja, wenn der Umfang vorher beschrieben ist. Die Abschnitte legen dann fest, in welcher Reihenfolge der vereinbarte Umfang entsteht, nicht ob er entsteht. Ergeben sich beim Testen Änderungswünsche, werden sie bewertet, und Sie entscheiden, ob sie umgesetzt werden, ob etwas anderes dafür entfällt oder ob sie auf später verschoben werden. Mehr zu den Abrechnungsmodellen steht im Beitrag Festpreis oder Abrechnung nach Aufwand.

Was steht am Ende eines Projekts?

Weil in jedem Abschnitt ein lauffähiger Stand entsteht, ist der Start kein großer Knall. Die Anwendung war schon oft in Benutzung, meist mit Testdaten, und die wichtigsten Fehler sind bekannt und behoben. Am Ende stehen die Übernahme der echten Daten, eine Einweisung und die Übergabe von Quellcode und Dokumentation. Was dazugehört, beschreiben wir im Beitrag zur Quellcode-Übergabe.

Wie sieht ein einzelner Abschnitt konkret aus?

Ein Abschnitt beginnt mit einer kurzen Abstimmung. Gemeinsam wird festgelegt, welche Funktionen in den nächsten zwei Wochen entstehen sollen, zum Beispiel die Anmeldung für Kunden und die Liste der offenen Aufträge. Grundlage ist das Konzept, das zu Projektbeginn erstellt wurde.

In den folgenden Tagen wird entwickelt. Tauchen Fragen auf, etwa wie ein Sonderfall behandelt werden soll, gehen sie direkt an Ihre Ansprechperson und werden nicht bis zum Ende des Abschnitts aufgeschoben.

Am Ende steht der neue Stand in einer Testumgebung bereit. Das ist eine eigene Installation der Anwendung, getrennt von Ihren echten Daten, in der Sie gefahrlos ausprobieren können. Sie bekommen eine kurze Übersicht, was neu ist und worauf Sie beim Testen achten sollten. Ihre Rückmeldungen fließen in die Planung des nächsten Abschnitts ein.

Dieser Rhythmus wiederholt sich, bis der vereinbarte Umfang umgesetzt ist. Für Sie als Auftraggeber entsteht so alle zwei Wochen ein fester Termin, an dem Sie das Projekt anfassen können, statt es nur aus Berichten zu kennen.

Ein kurzes Beispiel macht den Unterschied deutlich. Angenommen, im Konzept steht, dass Kunden ihre Rechnungen im Portal herunterladen können. Beim ersten Test fällt dem Innendienst auf, dass viele Kunden eigentlich nach Lieferscheinen fragen, weil ihre Buchhaltung die Rechnungen ohnehin per E-Mail erhält. In einem Abschnittsmodell wird diese Erkenntnis nach zwei Wochen in die Planung übernommen. In einem Projekt ohne Zwischenstände wäre sie erst beim Start aufgefallen, wenn die Funktion bereits fertig gebaut und bezahlt ist.

Wie wir das bei BlitzWorks machen

Nach der Analyse und einem Angebot zum Festpreis mit Meilensteinen erfolgt die Umsetzung bei uns in Abschnitten von zwei Wochen. Nach jedem Abschnitt erhalten Sie einen Stand, den Sie selbst ausprobieren können. Das Ergebnis ist nachvollziehbarer Fortschritt und frühe Rückmeldung. Quellcode und Dokumentation gehören am Ende Ihnen, und auf Wunsch betreiben wir die Anwendung in einem Rechenzentrum in Deutschland.

Mehr zum Ablauf steht auf der Seite Software- und Webentwicklung. Wenn Sie wissen möchten, wie das für Ihr Vorhaben aussehen würde, melden Sie sich über die Kontaktseite.

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